Auktionen im Jahr 2019

 

Nachdem ich die letzte Auktion im November 2018 verpasst hatte, schaffte ich es dieses Mal wieder nach Frankfurt in’s Flughafen Hotel zu kommen. Ich war überrascht, daß der Bietersaal nicht so stark wie sonst gefüllt war. Eine ganze Anzahl von bekannten Gesichtern fehlte. Auf der anderen Seite konnte ich nach meiner Erfahrung mit der Online-Auktion im November es auch ein bisschen nachvollziehen, daß man das Ganze auch bequem von zuhause aus beobachten und auch mitagieren kann. Das Online-Portal, das im November noch für die Veranstaltung zuständig war, war nicht übertrieben user-friendly aber mit etwas Konzentration kam man gut mit.

Was die Uhren aus Glashütte auf dieser Auktion anging war ich etwas skeptisch und auch nervös. Nach langer Zeit wurden mal wieder ein paar hochwertige Stücke angeboten, deren Ausrufpreis marktgerecht erschienen. Um so erstaunter und erfreuter waren wir dann, als diese Uhren selbst den oberen Limitpreis deutlich überschritten. Das kann man für andere Uhrenmarken an dem Tag wirklich nicht sagen. Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem sehr schönen Ankerchronometer von A. Lange & Söhne mit Professor Graff Gehäuse. Auch ohne originalen Kasten und leichten Schäden in der Gehäusedekoration schoss der Preis schnell von 25.000 Euro auf 55.000 Euro (mit Aufgeld 68.200 €). Die sehr gut erhaltene Doppel-Komplikation als Halbsavonnette von 1912 wurde dann auch nach einem Bietergefecht für 20.000 € über dem oberen Limit für 65.000 € zugeschlagen (Bruttopreis 80.600 €). Zwei Uhren konnten nicht versteigert werden, sechs Uhren unter dem Limitpreis, sieben Uhren über dem oberen Limitpreis und 23 Uhren waren im Limitbereich.

Bei den Sammlern machte das ‚Gerücht‘ die Runde, daß bei Sotheby‘s in naher Zukunft zumindest Teile der Eriwan-Haub-Uhrensammlung verauktioniert werden. Wenn man sich daran erinnert wie häufig Eriwan Haub oder sein Uhrenexperte auf den Auktionen wirkliche Raritäten ersteigerten, darf man mehr als gespannt sein, was für die Auktion aus den Tresoren zum Vorschein kommen wird. Meines Erachtens ist es ein Glücksgriff, daß ein Auktionshaus wie Sotheby’s hierfür beauftragt wurde. Dieses schafft auch außerhalb der jetzigen Uhrenbegeisterten eine ‚Awareness‘ und kann so für neue Sammler sorgen. Wenn diese Auktion ein Erfolg wird, wird es der Szene mit Sicherheit einen Aufschwung geben. Wir sind also sehr gespannt!

Hier nun die Ergebnisse 

Nachfolgend, finden Sie unten die Ergebnisse (notiert während der Auktion...ohne Gewähr) ohne jegliche Aufgelder:

Lot 1: 1.700 €; Lot 2: 2.200 €; Lot 3: 1.800 €; Lot 4: 14.000 €; Lot 5: 2.200 €; Lot 6: 1.400 €; Lot 7: 1.000 € ; Lot 8: 6.000 € (u.V.); Lot 9: 3.800 €; Lot 10: 5.100 €; Lot 11: 4.500 €; Lot 12: 3.900 €; Lot 13: 11.000 €; Lot 14: 55.000 €; Lot 15: 5.000 €; Lot 16: 3.700 €; Lot 17: 3.300; Lot 18: 9.500 €; Lot 19: 65.000 €; Lot 20: 4.000 €; Lot 21: 5.500 €; Lot 22: 4.000 € (u.V.); Lot 23: 7.000 € (u.V.); Lot 24: 1.500 €; Lot 25: 3.100 €; Lot 26: 1.600 €; Lot 27: 3.200 €; Lot 28: 4.800 €; Lot 29: 36.000 €; Lot 30: 10.600 €; Lot 31: 5 550 €; Lot 32: 10.500 €; Lot 33: 7.500 €; Lot 34: 20.000 €; Lot 35: 0 €; Lot 36: 10.000 €; Lot 37: 24.000 €; Lot 38: 70.000 € (u.V.).