Auktionen im Jahr 2018

 

Auf der Fahrt zur diesjährigen Frühjahr-Auktion nach Frankfurt dachte ich darüber nach, daß ich nun seit 21 Jahren zweimal jährlich in's Sheraton am Flughafen fahre und mich für 8 Stunden auf den unbequemen Stühlen setze und dort meinen freien Samstag verbringe (vis auf das Zahlen der übertriebenen Parkgebühren macht es auch meistens Spass)....im Laufe der Zeit wechselte zwar zweimal das Hotel und auch ein paar Mal der Tag (es gab zweimal Auktionen an darauffolgenden Tagen und auch sonntags wurde ein Zeit lang auktioniert).

Viele bekannte Gesichter kamen nicht mehr wieder und nur wenige junge Gesichter folgten nach. Wie auch der Auktionator zu Beginn erklärte, ist es nicht mehr selbstverständlich, daß reale Auktionen vor so viel Besuchern stattfinden und diese auch im Saal mitboten. Ich kann Uhreninteressierten nur empfehlen, einmal im Saal eine Auktion mitzuerleben...vor allem wenn man bieten will ist es sehr spannend!

Auf dieser Auktion gab es dieses mal keine Uhr über die ich mich ärgerte, nicht mitgeboten zu haben. Interessant aber zu sehen, daß es doch einige Ausrutscher nach oben gab (also erheblich über dem oberen Limit)...es zeigt, daß ich eigentlich doch keine so große Ahnung von 'Uhren' habe.

Natürlich wollen Sie nun aber wissen, wie es mit Glashütter Uhren lief.

Es wurden erfreulicherweise recht viele Uhren aus Glashütte eingeliefert...13 neuere Armbanduhren und 40 klassische Uhren. 8 Uhren fanden keinen Interessenten und zwei wurden 'unter Vorbehalt' zugeschlagen.

Bis auf die DUF Viertelrepetition wurden auch alle komplizierten Uhren versteigert und erzielten auch gute bis sehr gute Ergebnisse. Ein interessanter Ausreißer war die Laco Fliegerarmbanduhr die zu einem enormen Preis von 4.200 Euro (plus Aufgeld), also höher als die Lange & Söhne Fliergeruhr verkauft wurde.

Das Highlight war natürlich die wirklich extrem (der Begriff wird in Auktionen leider inflationär verwendet) seltene Digitaluhr von Lange & Söhne aus dem Jahr 1887. Mit 58.000 Euro Hammerpreis erziele sie auch fast den oberen Limitpreis. Kein Vergleich zu dem fast schon beschämenden Ergebnis der Karusselganguhr vom letzten November. Offensichtlich wächst das Vertrauen wieder in hochwertige Uhren.

Bei nicht-komplizierten Uhren blieben die Preise auf gleichem, stabilen Niveau.

Hier nun die Ergebnisse 

Nachfolgend, finden Sie unten die Ergebnisse (notiert während der Auktion...ohne Gewähr) ohne jegliche Aufgelder:

Lot 3: 6.000 €; Lot 4: 19.000 €; Lot 5: 26.000 €; Lot 6: 30.000 €; Lot 7: 22.500 € (u.V.); Lot 8: 23.000 €; Lot 9: 37.000 €; Lot 10: 10.500 €; Lot 11: 6.500 €; Lot 12: 24.000 €; Lot 13: 4.700 €; Lot 14: 5.400 €; Lot 15: 13.200 €; Lot 16: 34.000 €; Lot 17: 2.600; Lot 18: 1.900 €; Lot 19: 2.900 €; Lot 20: 10.000 €; Lot 21: 4.200 €; Lot 22: 4.800 €; Lot 23: 13.500 €; Lot 24: 4.100 €; Lot 25: 3.000 €; Lot 26: 2.500 €; Lot 27: 1.700 €; Lot 28: 17.000 €; Lot 29: 7.000 €; Lot 30: 0 €; Lot 31: 0 €; Lot 32: 2.700 €; Lot 33: 3.500 € xx Lot 34: 4.500 €; Lot 41: 7.000 €; Lot 42: 0 €; Lot 43: 42.000 €; Lot 44: 0 €; Lot 45: 6.800 €; Lot 46: 0 €; Lot 47: 3.200 €; Lot 48: 0 €; Lot 49: 5.500 €; Lot 50: 58.000 €; Lot 51: 0 €; Lot 52: 3.500 € (u.V.); Lot 53: 6.000 €; Lot 54: 2.400; Lot 55: 3.200 €; Lot 56: 2.200 €; Lot 57: 1.300 €; Lot 58: 0 €; Lot 63: 900 €; Lot 68: 6.500 €; Lot 69: 36.000 €; Lot 70: 50.000 €